Anekdoten (von Ralf Kögl)

Nachts, wenn alles schläft, würd´ ich gern bei mir sein ...


erstellt am 11. Juli 2010

Liebes Tagebuch ... es kommt immer mal wieder vor, dass es die umständlichen Begebenheiten förmlich von mir fordern, mit meinen, mir doch sehr an die "Leber" gewachsenen Musikerkollegen in einem Raum zu "übernächtigen". "Übernächtigt" fühle ich mich nämlich mindestens am darauf folgenden Tag. Ich sollte in Zukunft mehr Wert auf Details nehmen. Wenn sich z.B. ein hier nicht namentlich erwähnter "Zimmergenosse" Ohrstöpsel der Kategorie "AC/DC-Immunisator" in die Gehörgänge presst, dann nicht nur um die unheimlichen Geräuschwelten der anderen, sondern egoistischerweise auch um die eigene Schlafakustik zu stoppen. So beobachte ich schlaftrunken mit offenen Augen und Ohren stundenlang meine "Freunde" bei ihrem Dornröschenschlaf und überlege ob ich es eventuell den Klängen der dritten Art zu verdanken habe dass sämtliche Insekten fluchtartig durch die geöffneten Fenster das Weite suchen, oder ob sie dann doch eher durch den Gas/Luft-Austausch-Sog nach draußen befördert werden?! Vor Müdigkeit sehe ich schon doppelt und dreifach. Ich zähle die vor mir liegenden Kollegen (statt Schafe) und rechne vor Langeweile, um die Zeit tot zu schlagen, Mücken sind ja keine da, ... Wenn 6 Musiker in einem Zimmer sind und zwölf gehen raus, wie viel müssen dann wieder rein, damit keiner mehr drin ist, ..??? Ich darf also beim nächsten Mal auf keinen Fall Ohrstöpsel, Nasenklammer, Augenbinde und Taschenrechner vergessen ... Autan bleibt daheim! Gute Nacht!



Ein paar Sätze zu unserem Gig auf der LGS...


erstellt am 19. Juni 2009

Also, an uns kann es eigentlich nicht gelegen haben ...
pünktlich erschienen, aufgebaut und den beliebten, berühmt-berüchtigten Chiemsee-Cowboys-Soundcheck absolviert. Hierbei sah man schon in allen Richtungen potentielles Publikum lustwandeln. Um das durch unser extrem professionelles, rasantes Agieren bei den Vorbereitungen entstandenes Zeitfenster effektiv zu nutzen, gingen wir noch schnell zum "Essen"?! Handgesägte, druckimprägnierte Pressspanschnitzel mit einem Nahrungsaustauschmittel als Beilage (welches optisch an Pommes erinnerte) und einem "Mirgrautsalat"! Während wir mit dem heimlichen Vergraben dieser unverrottbaren Schätze für den Archäologen von morgen beschäftigt waren, strömten nicht nur die Menschen zur Bühne (weil diese überdacht ist), oder aus dem eingezäunten Gehege der LGS, sondern auch, bzw. insbesondere der Regen. Der gewiefte CC-Freund nutzte sein überdurchschnittliches geistiges und körperliches Potenzial und zog ganze Stuhlreihen unter das Bühnendach, was ihm ein Ausharren ohne Sauerstoffgerät und Taucherbrille ermöglichte. Für diese Menschen, die quasi alles aufs Spiel setzten um dem ersten Unterwasserkonzert der Chiemsee Cowboys beizuwohnen (oder hatten sie den Schirm vergessen?) spielten wir dann speziell eine Stunde lang einen bunten Strauß aus unserem Tourprogramm 2010 (ein Unglück kommt selten allein). Bedanken will ich mich an dieser Stelle noch bei unserem Schirmherren Günther, bei den Personen die unsere Bühne vorm Abdriften in unbekannte Gewässer durch beherztes Ankerwerfen bewahrten und den Rettungskräften die zum eventuellen Magenauspumpen bereitstanden! (Kann es sein, dass ich vom Schnitzel immer noch eine Gräte im Hals hab?)

Blick von der LGS Bühne



Von einer Schranke in die Schranken gewiesen!


erstellt am 22. September 2009

Beim Versuch, meinem lieben Musikkollegen Klaus die Durchfahrt auf den Volksfestplatz in Penzberg durch einfaches Öffnen einer Schranke zu ermöglichen, wurden an meiner linken Hand Ring- und Mittelfinger aber schon dermaßen suboptimal zwischen Schrankenbock und Schrankengegengewicht eingequetscht, dass sich diese "kurzerhand" in ihrem Umfang mindestens verdoppelten und durch, sagen wir mal, ziemlich unangenehme Nervenreize und völlig fremden Pigmentierung auf sich aufmerksam machten. Hahaa, das macht Spaß, aber auf das Spielen von Musikinstrumenten wirkte sich dies eher kontraproduktiv aus. Manch Zuhörer, bzw. Zuschauer hätte mich nach alter Schulmanier sicher gerne aufgerufen, ... hielt ich doch auf der Bühne meine Finger, um sie nicht weiter anschwellen zu lassen immer wieder im "Meldestellung"! Na ja, jetzt sind 10 Tage vergangen und meinen Zeigefinger kann ich seit gestern wieder bisschen bewegen und ich empfinde ihn nicht mehr als störendes Rudiment. Der Ringfinger laboriert allerdings immer noch an dieser unsachgemäßen Schrankenbedienung. Ich muss bloß warten, bis der Knochen verheilt ist und sich ein neuer Fingernagel gebildet hat, ... dann ist die Sache zwar nicht vergessen (man zieht dabei ja seine Lehren), aber ausgestanden! In Zukunft fahr dann ICH wieder zu den Gigs und lasse mir von meinem Beifahrer den Weg freimachen! Wie sagte mein "Kollege" Klaus so passend: "Wer nicht fahren will, muss fühlen" (wer solche Freunde hat ...)

Schranke